PostHeaderIconNeu im Museums-Shop!

NEU!          "Muschenwang - Mein Muschenwang"          NEU!

 
Im Oktober 2015 verstarb der ehemalige Schelklinger Ottmar Schilling im Alter von 85 Jahren. Elf Jahre seiner Kindheit hatte er zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester Elfriede im Hofgut Muschenwang verbracht, bevor die Familie in das Forstamt in der Blaubeurer Straße in Schelklingen umzog. Für Vater Schilling war Muschenwang damals Forstdienststelle. Für die Kinder war das Hofgut mit der mächtigen Linde davor eine besondere Welt, um die sich viele Kindheitserinnerungen von Ottmar Schilling rankten. Die Biografin Gerti Henle machte aus diesen Erinnerungen das Buch „Muschenwang – Mein Muschenwang“, welches im Juni im Schelklinger Stadtmuseum vorgestellt wurde.
 
Das Buch ist nun zum Preis von 18.- € sonntags zu den üblichen Öffnungszeiten an der Kasse des Stadtmuseums erhältlich, ebenso während des Nikolaus-Marktes am Samstag, 26.11., im Museums-Café.
 
 

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Ehrung für

Werksleiter Hans-Georg Kraut

 

Ende Juli 2016 ging Werksleiter Hans-Georg Kraut vom Werk Schelklingen der HeidelbergCement AG in den wohlverdienten Ruhestand. Am Mittwoch, 27.07.2016, fand im Großen Sitzungssaal des Rathauses Schelklingen eine Abschiedsfeier statt. Stadt Schelklingen, Museumsgesellschaft Schelklingen und Universität Tübingen hatten dazu eingeladen. Prof. N. Conard, der Leiter der Ausgrabungen im Hohle Fels, gab einen Rückblick über 20 Jahre archäologische Forschung in der Höhle. Bürgermeister Ruckh und Reiner Blumentritt sprachen Grußworte.

1995 hatte Hans-Georg Kraut die Leitung des Zementwerkes Schelklingen übernommen. Damals standen Museumsgesellschaft und Stadt vor einem großen Problem. Prof. Joachim Hahn, der Leiter der Ausgrabungen im Hohle Fels, war lebensbedrohlich erkrankt. Die Ausgrabungen wurden eingestellt. Eine bedrohliche Situation. Denn Ausgrabungen dieser Größenordnung sind und bleiben für lange Zeit Geschichte, sind sie erst einmal eingestellt. Archäologie verursacht nur Kosten und bringt nichts ein, unter den damaligen politischen Prämissen das Todesurteil für große archäologische Forschung.

Die Grabungsfläche sollte zugeschüttet werden. Wegen dieser Auffüllung suchten Stadt und Museumsgesellschaft damals fachkundige Partner, die sie beraten konnten, wie so etwas ohne Schaden für die darunter liegenden Schichten und jederzeit reversibel technisch gemacht werden könnte. Sie wandten sich an Hans-Georg Kraut. Eine wirklich brauchbare Lösung wurde nicht gefunden. Also sollten die Archäologen weiter graben und HeidelbergCement würde die Grabung logistisch und finanziell unterstützen. Durch die Vermittlung von Hans-Georg Kraut kam der Kontakt zur Konzernspitze von HeidelbergCement zustande, welcher schließlich in ein bis heute anhaltendes Sponsoring der Ausgrabungen im Schelklinger Hohle Fels mündete. Darüber hinaus standen Direktor Kraut und seine Mitarbeiter den Ausgräbern jeder Zeit mit Rat und logistischer Hilfe zur Seite. Ein Dankeschön auch an alle hier nicht genannten Helfer!
 
Rückblickend kann gesagt werden, dass ohne das Engagement von Hans-Georg Kraut 2008 die "Venus von Hohle Fels" und die "Geierflöte" nicht gefunden worden wären. Dadurch wurde der Hohle Fels weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Viele weitere bahnbrechende archäologische Erkenntnisse aus der Höhle würden bis heute in der Erde schlummern. Sollte den Höhlen im Aach- und Lonetal 2017 der Sprung auf die Liste des UNESCO Weltkulturerbes gelingen, so ist das mit ein Verdienst von Hans-Georg Kraut.
 
Die Stadt Schelklingen und die Museumsgesellschaft Schelklingen haben allen Grund, Hans-Georg Kraut für sein jahrelanges Engagement für den Hohle Fels zu danken! Die Museumsgesellschaft wünscht Hans-Georg Kraut zusammen mit seiner Ehefrau einen schönen Ruhestand!